THLogoblau

Tierschutzverein Itzehoe & Kreis Steinburg e.V.
gegründet 1938

Tierschutz aus erster Hand


Putzmunter toben die Minikatzen durch ihr Gehege, kugeln dabei immer wieder wild durcheinander oder verteidigen knurrend ihr Lieblingsspielzeug gegen ihre Geschwister. Von einer Sekunde zur anderen ist plötzlich Ruhe, alle liegen eng aneinander gekuschelt, putzen sich gegenseitig oder schlafen tief und fest. Nur um wenig später genauso schnell wieder miteinander zu spielen.

Wie jedes Jahr ist ab Juli/August Katzenwelpenzeit im Tierheim Itzehoe. Die Ersten durften schon auf Entdeckungsreise gehen und in ihr neues Zuhause umziehen. In den nächsten Wochen und Monaten werden aber noch viele weitere Kätzchen auf der Suche nach einem liebevollen, verantwortungsbewussten und artgerechten Heim folgen.

Die Beobachtungen der letzten Jahre haben uns gezeigt, dass es keine feste Saison mehr für Katzennachwuchs gibt. Von Frühjahrsbeginn bis in den späten Herbst hinein bekommen wir regelmäßig ganze Würfe, zum Teil mit ihren Müttern, aber auch immer wieder einsam aufgefundene Welpen in ganz schlimmem gesundheitlichem Zustand. Dabei halten sich ausgesetzte Tiere und wirkliche Fundtiere in etwa die Waage. Damit wir die Situation meistern können, sind wir dringend auf Futterspenden besonders auch für die Katzenwelpen angewiesen.

Bei den Mitarbeitern drückt neben der aufopfernden Betreuung auch immer wieder die Sorge, das richtige Zuhause für die Kleinen zu finden. Das gelingt nämlich nicht immer. Insgesamt neunzehn Katzen und Kater vom letzten Jahr, zum Teil nur in katzenerfahrene Hände abzugeben, konnten noch keine Interessenten für sich gewinnen. Und auch für das Katerpärchen Griffin und Nino, beide im Frühjahr 2009 geboren, konnte noch kein passendes Zuhause gefunden werden.

Ein Katzenkinderzimmer, wie zuletzt im Jahr 2009, wird es auch in diesem Jahr nicht geben. Die Vermittlungszimmer sind voll mit halbwüchsigen und ausgewachsenen Tieren, so dass der Platzmangel die kleinen Samtpfoten auch weiterhin in den für die Öffentlichkeit unzugänglichen Teil zwingt. Nur auf Nachfrage werden sie Interessenten vorgestellt. Diese sollten sich schon vorher darüber klar werden, ob sie der großen Verantwortung, die neben viel Freude auch in finanzieller Hinsicht auf sie zukommt, gerecht werden können. Jede Samtpfote ist ein Individuum für sich und hat ganz bestimmte Bedürfnisse, die ein Katzenleben lang – und das kann auch schon mal gut zwanzig Jahre betragen – befriedigt werden müssen. Neben regelmäßigen Futtergaben gehört noch ein Vielfaches mehr dazu, um den Tieren ein artgerechtes Zuhause bieten zu können. Zudem sollten unbedingt alle Familienmitglieder mit der Anschaffung des vierbeinigen Mitbewohners einverstanden sein. Hierzu und zu vielem mehr beraten die Tierheimmitarbeiter gerne und finden so mit den zukünftigen Katzeneltern heraus, wer am besten zu ihnen passt. Dabei erhält die Fellfarbe eine eher untergeordnete Position und kann daher schon mal anders ausfallen, als ursprünglich gewünscht wurde.

Obwohl das Tierheim fast aus allen Nähten platzt, wird aber auch weiterhin kein Tier überstürzt vermittelt. Nach wie vor wird Wert auf die vorhandenen Vermittlungsbedingungen gelegt. Dazu gehört auch, dass die Katzenkinder nur zu zweit oder zu einer bereits vorhandenen Katze dazu vermittelt werden, damit sie nicht vereinsamen, sich sozial noch weiter entwickeln und auf Dauer keine Verhaltensauffälligkeiten entstehen können.

Aber so schön, wie die Betreuung der Minitiger ist, wäre uns trotzdem viel lieber, wenn Katzenbesitzer verantwortungsbewusster handeln und ihre Tiere rechtzeitig kastrieren lassen würden. Damit könnte das Katzenelend, das täglich, zum Teil versteckt, aber auch ganz offen um uns alle herum passiert, zumindest ein wenig gelindert werden.


Scheuen Sie sich nicht, uns - neben vielen anderen - auch zu diesem Thema anzusprechen!

Wir werden versuchen, mit Ihnen zusammen eine akzeptable Lösung zu finden.

 

 

 

 

 

 

zurück zur Homepage

© Tierheim Itzehoe, realisiert durch
Büroservice Daniela Schember